Entdecke die Welt von Alete!

Gewichtszunahme in der Schwangerschaft

Eine Schwangerschaft kann stark ins Gewicht fallen – und das ist gut so.

Wie viel sollte ich in der Schwangerschaft zunehmen?

Auch hier kann man nicht einfach eine pauschale Zahl nennen, da sich die optimale Gewichtszunahme nach deinem Ausgangsgewicht zu Beginn der Schwangerschaft richtet. Je nachdem, wie hoch dein Anfangsgewicht war, dürftest du in der 40. Schwangerschaftswoche 7-18 kg zugenommen haben. Und das gliedert sich wie folgt:

  • Mit Untergewicht solltest du unbedingt etwas mehr zunehmen, um deinem kleinen Entdecker alles Wichtige geben zu können und ein normales Geburtsgewicht zu ermöglichen. Ideal wäre eine Zunahme von 12,5 - 18 kg.
  • Mit Normalgewicht ist eine Zunahme von 11,5 - 16 kg ideal.
  • Mit Übergewicht raten wir zu einer Zunahme von 7 - 11,5 kg.

Jedoch solltest du zum Ende der Schwangerschaft nicht weniger als 7 kg zugenommen haben, weil dies das Wachstum deines Babys gefährden könnte.

Wie verteilt sich das Gewicht?

Für viele Frauen ist das Gewicht ein heikles Thema. Für einige ist es daher ein Trost, zu wissen, dass bei der Zunahme in der Schwangerschaft längst nicht alles Fett ist. Besonders in den ersten Monaten werden sich neben dem wachsenden Baby im Bauch auch die Plazenta, die vergrößerte Gebärmutter sowie die vermehrte Menge an Blut und Gewebeflüssigkeit bemerkbar machen. Auch deine Brüste rüsten sich für das Stillen. Sie wachsen und werden schwerer.

In diesem Beispiel zur Verteilung im Körper gehen wir mal davon aus, dass du 14 kg während der Schwangerschaft zunimmst:

  • Gebärmutter: 1,5 kg
  • Vermehrte Blutbildung: 2,0 kg
  • Plazenta: 0,5 kg
  • Fruchtwasser: 1,0 kg
  • Deine Reserven: 2,0 kg
  • Wachstum der Brüste: 0,5 kg
  • Flüssigkeitseinlagerungen: 3,0 kg
  • Gewicht des Kindes: 3,5 kg

Darf ich während der Schwangerschaft eine Diät halten?

Auf keinen Fall! Das wäre ungefähr das Falscheste, was du neben dem Konsum von Alkohol in der Schwangerschaft machen könntest. Wenn du wenig isst, besteht die Gefahr, dass du zu wenig Nährstoffe zu dir nimmst. Dies schadet deinem Baby und auch dir selbst. Viele Diät-Arten bedienen sich außerdem der Depots im Körper und du verlierst wichtige Vitamine und Mineralien. Denk dran: Deine Gewichtszunahme ist eins der besten und schönsten Signale dafür, dass sich dein kleiner Entdecker gut und gesund entwickelt.

Sport in der Schwangerschaft

Sport fördert deinen Muskelaufbau, deine Kraft und auch deine Ausdauer. Deshalb kann er dir helfen, dein zunehmendes Gewicht in der Schwangerschaft zu tragen und danach wieder in Form zu kommen. Zudem kann es für die Schwangerschaft klassische körperliche Beschwerden à la Rückenschmerzen, Verstopfung, Müdigkeit oder Schwellungen lindern und für gute Laune und einen besseren Schlaf sorgen. Bewegung in Form von Walking, Joggen, Schwimmen, Hometrainer-Radfahren, Tennis und Skilanglauf sind hierfür super geeignet und ungefährlich. Auch Yoga und Pilates sind zu empfehlen, allerdings nur mit einer Kursleitung, die Erfahrung mit Schwangeren hat.

Du solltest vor dem Sport erst den Rat eines Arztes einholen, wenn du:

  • Mehrlinge erwartest
  • Unter Bluthochdruck leidest
  • Weißt, dass du eine tief liegende Plazenta hast
  • Stärkere Schmierblutungen hattest
  • Bereits eine Fehlgeburt hattest
  • Schon einmal eine Frühgeburt hattest
  • Weißt, dass bei dir das Risiko für Frühwehen besteht
  • Bereits Probleme mit deinem unteren Rücken oder deinen Hüftgelenken hattest
  • Unter einer bereits vorhandenen Krankheit leidest

Wichtiger Hinweis

Stillen ist das Beste für dein Baby, denn Muttermilch versorgt es mit allen wichtigen Nährstoffen. Darüber hinaus ist Stillen die preiswerteste Art der Ernährung und ein guter Schutz vor Infektionen sowie Allergien. Alete ist überzeugt von den Vorteilen des Stillens und befürwortet es nach Empfehlungen der WHO (Weltgesundheitsorganisation) uneingeschränkt. Frühes und häufiges Anlegen unterstützt den Milchfluss. Eine ausgewogene Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit begünstigt ebenfalls das Stillen. Das Zufüttern von Säuglingsanfangsnahrung kann dagegen den Stillerfolg beeinträchtigen. Die Entscheidung, nicht zu stillen, kann nur schwer rückgängig gemacht werden. Sprich deshalb mit deinem Kinderarzt oder deiner Hebamme, wenn du eine Säuglingsnahrung verwenden willst.