Zwischenmahlzeiten für Kleinkinder
Der Ratgeber für gesunde Snacks und eine ausgewogene Kinderernährung
Snacken macht nicht nur Spaß und schmeckt – für Kleinkinder ist es sogar besonders wichtig. Sie benötigen im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht mehr Energie und Nährstoffe als Erwachsene, haben jedoch einen kleineren Magen.
Nährstoffe wie Kohlenhydrate, Eiweiß, Fette, Vitamine und Mineralstoffe sind essenziell für Wachstum, Entwicklung sowie für tägliche Aktivitäten wie Spielen, Lernen und Bewegung. Daher sind im Kindesalter häufigere und regelmäßige Mahlzeiten sinnvoll. Neben den drei Hauptmahlzeiten – Frühstück, Mittagessen und Abendbrot – sollten idealerweise zwei Zwischenmahlzeiten eingeplant werden.
Intuitiv essen und bewusst snacken lassen
Jedes Kind ist anders: Sehr aktive Kinder – zum Beispiel solche, die viel spielen oder Sport treiben – brauchen oft mehr Energie und eventuell eine zusätzliche Zwischenmahlzeit.
Achte auf die Hunger‑ und Sättigungssignale deines Kindes. Kleine Kinder können ihren Bedarf meist sehr gut selbst einschätzen und essen intuitiv genau so viel, wie sie brauchen.
Sätze wie „Iss deinen Teller auf" können diesen natürlichen Mechanismus stören und langfristig zu falschen Essgewohnheiten führen. Wenn dein Kind zwischendurch weniger Appetit hat, ist das meist unbedenklich – solange der Kinderarzt die Entwicklung positiv bewertet.
Wann ist es Zeit für eine Zwischenmahlzeit?
Regelmäßige Abläufe geben Kindern Struktur und Sicherheit. Auch Snacks sollten klar begonnen und beendet werden, damit Essen bewusst stattfindet. So lernt dein Kind, Mahlzeiten von anderen Aktivitäten zu unterscheiden.
Unser Tipp:
Für die meisten Kinder eignen sich ein zweites Frühstück und ein Nachmittagssnack. So verteilt sich die Energiezufuhr gleichmäßig über den Tag.
Eine ausgewogene Ernährung erlernen
Beliebte Snacks wie Kuchen, Schokocreme, Chips oder Süßigkeiten gehören für viele Kinder dazu. Wichtig ist, dass Kinder früh lernen, dass solche Leckereien in Maßen erlaubt sind. Strikte Verbote erhöhen meist nur das Verlangen danach und erschweren einen entspannten Umgang mit Süßigkeitenund gesunden Essgewohnheiten.
Die richtige Balance: Wie viele Snacks am Tag werden für Kleinkinder empfohlen?
Das Forschungsdepartment Kinderernährung (FKE) empfiehlt ab dem Kleinkindalter (ab 1 Jahr), maximal 10 % der täglichen Energiezufuhr durch süße oder herzhafte Snacks abzudecken.
Beispiel:
Ein Kind zwischen 4 und 6 Jahren benötigt ca. 1250 kcal täglich. 10 % entsprechen 125 kcal – etwa eine Kugel Eis, je nach Sorte.
Achtung Snack-Falle
Nicht nur Süßigkeiten zählen zu diesen 10 %, sondern auch:
- Limonade
- Nuss‑Nougat‑Creme
- Marmelade
- gezuckerte Frühstückscerealien
- Instant‑Kakaopulver
Hat dein Kind z. B. morgens ein Brötchen mit Marmelade und einen Kakao getrunken, kann das Tageslimit bereits erreicht sein.
Faustregel für Zwischenmahlzeiten
Für Kinder und Erwachsene gilt: maximal eine Portion Süßes oder Knabberartikel pro Tag. Eine Portion entspricht der Menge, die in die eigene Hand passt. Diese Regel ist besonders hilfreich, wenn es um Portionsgrößen für Kinder geht. Je kleiner die Hand, desto kleiner die Portion.
Manchmal unverzichtbar: Zusatz von Salz und Zucker
Einige Lebensmittel benötigen Zucker oder Salz, um ihren typischen Geschmack oder ihre Konsistenz zu erhalten. Ein Keks schmeckt ohne Zucker nicht wie ein Keks, und Zucker sorgt außerdem für die typische mürbe Struktur.
Viele greifen inzwischen auf Alternativen wie Agavendicksaft oder Dattelsirup zurück. Doch auch diese enthalten von Natur aus sehr viel Zucker – und sind nicht automatisch gesünder.
FAQs
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Wie oft sollte ein Kind am Tag essen?Wie viele Snacks am Tag sind für Kleinkinder wirklich sinnvoll?
Die meisten Kinder kommen gut mit zwei Zwischenmahlzeiten aus – einem zweiten Frühstück und einem Nachmittagssnack. Diese helfen, den Energiebedarf über den Tag gut zu verteilen. Wichtig ist jedoch, auf die individuellen Hunger‑ und Sättigungssignale zu achten: sehr aktive Kinder brauchen manchmal etwas mehr, weniger aktive Kinder etwas weniger.
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Was gehört zu gesunden Zwischenmahlzeiten für Kleinkinder?
Geeignete Zwischenmahlzeiten liefern Energie und wichtige Nährstoffe – ohne zu viel Zucker, Salz oder Fett. Beispiele sind Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, Joghurt, Käsewürfel oder selbstgemachte Müsliriegel. Süßigkeiten und Knabbereien dürfen in kleinen Mengen dazugehören, sollten aber maximal 10 % des täglichen Energiebedarfs ausmachen.
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Woran erkenne ich, ob mein Kind genug oder zu wenig isst?
Kleinkinder essen oft intuitiv – das heißt, sie hören gut auf Hunger und Sättigung. Schwankender Appetit ist normal. Solange dein Kind aktiv ist, gut wächst und die Kinderärztin/der Kinderarzt zufrieden ist, besteht kein Grund zur Sorge.
Achte darauf, dass Mahlzeiten klar begrenzt sind, damit dein Kind lernt, Hunger, Sättigung und echte Zwischenmahlzeiten voneinander zu unterscheiden.
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