Der Mittagsbrei
Der Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei
Traditionell wird in Deutschland mit dem herzhaften Mittagsbrei in die Beikost gestartet.
Warum ist das so?
- Zum einen sind Babys mittags oft wacher und “aufnahmebereiter” für neue Geschmackserlebnisse.
- Zum anderen liefert das Fleisch, das mit der herzhaften Mahlzeit neu in den Essensplan integriert wird, wichtiges Eisen.
Schrittweise Einführung neuer Lebensmittel
Starte mit einem Gemüse das Löffelerlebnis für dein Baby. Wenn dein Baby dieses Gemüse gut verträgt, kannst du ein weiteres Gemüse ausprobieren. Besonders milde, leicht süß schmeckende Gemüsesorten wie Karotte, Pastinake, Kürbis, Zucchini oder Süßkartoffel eignen sich gut, da Muttermilch und Säuglingsmilchnahrung auch süß schmecken. So erleichterst du deinem Baby den Start vom Essen mit dem Löffel.
Nur schwer verdauliche, blähende Gemüsesorten (z. B. Weiß‑ oder Rotkohl, Hülsenfrüchte und Zwiebeln) sind für den Beikoststart noch nicht geeignet.
Biete deinem Beikoststarter ruhig jetzt schon alle 1–2 Tage neue Gemüsesorten an. Je früher dein Baby die Geschmacksvielfalt entdeckt, desto offener ist er später für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung. Wird eine bestimmte Zutat oder Gemüsesorte zunächst verweigert, solltest du nicht aufgeben und sie immer wieder anbieten. Studien zufolge sind bis zu sieben Versuche nötig, bis Babys etwas Neues akzeptieren.
Wenn dein Baby sich an das Gemüse gewöhnt hat, kommt die “Sättigungsbeilage” zur Mahlzeit dazu. Meistens wird erst einmal Kartoffel zum Gemüse gereicht. Wenn sich dein Kind auch an diesen Geschmack gewöhnt hat, vervollständige das Menü mit Fleisch oder Fisch.
Unsere Tipps:
- Stress dich nicht - dein Baby bestimmt das Tempo.
- Beginn mit einigen Löffeln Gemüsepüree vor der Milchmahlzeit am Mittag. Wenn die Löffel gut klappen, vervollständige langsam den Brei. Je nach Motivation deines Kleinen steigerst du die Menge von Tag zu Tag. Du wirst sehen: Je mehr Brei, desto weniger Milch.
Bis dein Baby eine vollständige Mittagsmahlzeit isst, bekommt es zu allen anderen Mahlzeiten noch ausschließlich seine Milchmahlzeit.
Wenn du feststellst, dass dein Baby noch gar kein Interesse an fester Nahrung hat, ist das kein Problem. Warte einfach zwei Wochen und starte dann einen neuen Versuch.
Einfaches Grundrezept für den Mittagsbrei
Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei
Für eine Portion kannst du dich an dieser Mischung orientieren:
- 100 g Gemüse (z. B. Blumenkohl, Karotte, Zucchini)
- 50 g Kartoffeln
- 30 g mageres Fleisch (z. B. Rind, Geflügel) oder fettreicher Fisch (z. B. Lachs)
- 1 EL Rapsöl
- 1 ½ EL Fruchtsaft (oder Fruchtpüree als Nachtisch)
Alles weich kochen, pürieren und das Öl am Ende hinzufügen.
Anfangs darf die Konsistenz sehr fein sein. Mit der Zeit kannst du weniger Wasser verwenden oder ganz kleine Stückchen lassen, damit dein Baby verschiedene Texturen kennenlernt.
Rezept für die vegetarische Alternative
Gemüse-Kartoffel-Getreide-Brei
Wenn du auf Fleisch im Brei verzichten möchtest, ersetze das Fleisch durch Vollkorn-Getreide.
Hier das Grundrezept für eine Portion
- 100 g Gemüse
- 50 g Kartoffeln
- 10 g Vollkorn-Getreideflocken (z. B. Hafer, Hirse)
- 1 EL Rapsöl
- 3 ½ EL Fruchtsaft (oder Obstpüree als Nachtisch)
So bereitest du den Brei vor:
Das Gemüse und die Kartoffeln in wenig Wasser ca. 10 Minuten kochen. Die Vollkorn-Getreideflocken zugeben und alles mit dem Saft pürieren. Dann das Rapsöl unterrühren.
Wenn der Brei zu fest ist, etwas Wasser zugeben.
FAQ zum Selbstkochen des Mittagsbreis
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Muss Fleisch unbedingt auf dem Speiseplan stehen?Jein. Dein kleiner Feinschmecker soll schließlich alles bekommen, was er zum Wachsen benötigt.
Möchtest du dein Baby vegetarisch ernähren, kannst du den Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei durch einen Gemüse-Kartoffel-Getreide-Brei ersetzen. Dabei solltest du aber besonders auf eine ausreichende Eisenversorgung achten:
- Ersetze das Fleisch durch Vollkorngetreide. Am besten geeignet sind dafür Hafer- oder Hirseflocken. Vollkorngetreide ist ein guter pflanzlicher Eisenlieferant.
- Verwende zusätzlich Fruchtsaft zur Zubereitung. Das im Saft enthaltene Vitamin C begünstigt die Eisenaufnahme im Körper.
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Mein Baby mag nur süß!Dein kleiner Beikoststarter ist nicht nur selber süß, sondern isst auch nichts anderes?
Das ist komplett normal, denn die Vorliebe für Süßes ist uns Menschen angeboren: Schon das Fruchtwasser im Mutterleib schmeckt süßlich, ebenso wie Muttermilch. An alle anderen Geschmacksrichtungen müssen Babys sich erst gewöhnen.
Trotzdem solltest du dein Kind so früh wie möglich an Herzhaftes gewöhnen. Der Übergang lässt sich fließend gestalten. Kinder mögen zum Beispiel sehr gerne die leicht süßliche Karotte.
Wichtig ist, dass du stets gelassen bleibst. Auch wenn dein Kind das Näschen rümpft oder zu schimpfen beginnt heißt es für dich: Dranbleiben, aber ohne Druck! Babys und auch Kinder müssen viele Speisen einfach nur öfter probieren, um sich daran zu gewöhnen. Nur so entwickelt sich Stück für Stück der individuelle Geschmack.
Falls du mal nicht kochen magst
Unsere Experten vom Alete Familienservice sind für dich da.
Du hast Fragen zur Ernährung im Beikostalter oder zu unseren Produkten, dann stehen dir unsere erfahrenen Kollegen vom Alete Familienservice gerne mit Rat und Tat zur Seite.
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